„Laura Winkler und ihre wunderbare Band sind weit mehr als die Summe der einzelnen Musiker: Ein Kollektiv, welches mühelos die Grenzen zwischen Jazz und Pop, zwischen Improvisation und Song nicht nur überwindet, sondern damit spielt, virtuos umgeht. Dass alle ihr Handwerk perfekt beherrschen, ist die Grundlage für müheloses Abheben und spontane Interaktionen, die sich jedoch nie verselbständigen, sondern in einem wohlüberlegten dramaturgischen Kontext stehen. Ein Versprechen für die Zukunft, kompositorisch, stimmlich und als Band. Bitte mehr davon!“
(Christian Muthspiel)
Die Reise hat begonnen:
Viel versprechende Debüt-Töne von Laura Winkler
„Den Weg kennst du noch nicht, / doch schwebst schon im Fahrtwind, der dich / mitgenommen hat auf die Reise, / hast den Kopf noch voll Morgentau.“
So singt Laura Winkler in „Travelling Light“. Wohin der Weg sie führen wird, ist ungewiss. Vielleicht auch unwesentlich. Wichtig ist: Die Reise hat begonnen, und Winkler erweist sich im Zuge ihrer ersten Schritte auf eigenem musikalischem Terrain über weite Strecken als verblüffend trittsicher. Das hier ist keine junge Sängerin, die sich damit begnügt, ein sauberes Gesellinnenstück zu verfertigen, in dessen Rahmen eifrig das Gelernte demonstriert wird. „Umami“ geht darüber weit hinaus: Winkler lässt ihre musikalischen Ausdrucksbedürfnisse eigene Formgestalt annehmen, statt tradierte, musikalische Grundrisse aus- und aufzufüllen. Tatsächlich scheinen sich in ihr drei Talente zu vereinen: Zum einen das der intonationssicheren Sängerin. Zum anderen das der substanzbewussten Poetin, der es tatsächlich gelingt, persönliche Aussage in deutsche wie englische Wortfindungen zu legen. Schließlich – vielleicht am höchsten zu bewerten – das der mit sicherer Hand agierenden Komponistin, die ihre Musik in detailfreudig ausgestaltete, überraschungsreiche und doch organisch fließende Choreografien einfasst. Laura Winkler demonstriert in ihrem ersten und doch schon reifen Werk Essenzielles: eigene musikalische Handschrift. Man sollte sorgsam beobachten, was der Fahrtwind dieser begabten jungen Frau noch alles zuflüstern wird...
(Andreas Felber)
Eine besonnene Jazzsängerin mit spielerisch sicherer Feder
Über die Hörskulpturen von Laura Winkler
Der Doppelpunkt macht´s aus. Immerhin war Laura Winkler noch nicht einmal auf der Welt, als The Stranglers ihr Hitalbum „Aural Sculpture" in die Charts lancierten. Nun hat die Musik der 22-jährigen Jazzsängerin nicht zwingend etwas gemein mit den englischen Rock-Haudegen, doch konnte die junge Dame mit dem sonnigen Antlitz Gefallen an einem Titel finden, indem sich ihr Name genauso verbirgt wie jene Skulpturen, von denen sie „auf der großen Spielwiese der Jazzwerkstatt Graz zu träumen begonnen hat". Diese Träume hat die introvertierte Musikerin in Kompositionen umgesetzt, die vor allem durch juvenile Lebendigkeit und eine Herzhaftigkeit überzeugen, die selbst noch in melancholischen Phasen nichts an ihrer spielerischer Schwerelosigkeit verlieren. Sicher intoniert mit einer Stimme, die man leicht wie eine Feder beschreiben könnte, und deren mädchenhafter Charme die Hoffnung nährt, dass hier auch ein charakterhaftes Timbre wächst.
Mit einem pointiert gesetzten Doppelpunkt also gründete Winkler im Jahr 2008 ihr Quintett „aural:L sculptures", mit dem sie im Vorjahr ihre ausgeprägten, durchaus distinguierten Kompositionen für ihre erste CD mit dem Titel „umami" eingespielt hat. Umgeben ist Laura Winkler dabei von geradezu seelenverwandten Musikern aus dem Lager der Jazzwerkstatt Graz, die den ihnen gebotenen Raum für Improvisationen geschickt für die Ausformung einer charakteristischen Beziehung von Thematik und Bandsound nutzen.
Freilich kommt dem Begriff „Aura" in all der Wortspielerei so etwas wie eine Schlüsselstellung zu. Geht es der geborenen Krieglacherin mit dem nordischen Stimmungsbarometer doch auch darum, die Tragfähigkeit ihrer oft poetischen Texte, die sie - für das Genre doch ungewöhnlich - auch in deutscher Sprache singt, an neuen Sounds zu erproben, mithin die lyrische Ader weit zu öffnen. Dabei zeigt sich Winkler, die heuer ihr Studium für Jazzgesang an der Kunstuniversität Graz bei Dena DeRose abgeschlossen hat, vornehmlich dem Songformat zugetan. Was auch durchaus einem gewissen Zeitgeist entspricht.
In muntere Arrangements gekleidet ergibt das frischen, zeitgenössischen Jazz, der zwar von Popmusik beeinflusst sein mag, dem es aber nicht an der nötigen Sophistication gebricht. Vor allem in den spontanen Interaktionen, die an idiomatischer Bodenhaftung und dramaturgisch schlüssigen Bögen ihresgleichen suchen, hält Komplexität die Spannung. Ihrem Drang nach einer persönlichen Aussage, ja einem profunden persönlichen Gesamtausdruck mag noch einiges an Unabgeklärtheit anhaften. Diese kann man einerseits als sympathisch, andererseits aber auch als latente, vielversprechende Perspektive einer undogmatischen Musikerin willkommen heißen. Zumal ihre Stärken auch nicht im feurigen Temperament, sondern in ihrer mitteilsamen Besonnenheit zu liegen scheinen, einer Besonnenheit, der organisch gewachsene musikalische Prozesse immanent sind. Doch Laura Winkler ist kein Kind von Traurigkeit, und so evozieren komplexere Themen oft genug auch allerhand groovige Strecken und spritzigen Ensemblegeist, die dem japanischen Namen ihrer CD reichlich Ehre machen: einfach herzhaft.
Als engagiertes Mitglied der rührigen Jazzwerkstatt Graz und der im kausalen Zusammenhang dazu stehenden Konzertreihe Fat Tuesday ist Laura Winkler nebenbei auch zu einer tragenden Figur der Basisarbeit in der jungen Grazer Jazzszene geworden. Dementsprechend oft ist ihr strahlendes Lächeln überall dort zu sehen, wo sich in der Regel die Gagen noch unter dem Wert idealistisch musikalischer Konfrontationslust und jenem experimentierfreudigen Tatendrang bewegen, den die Jazzpolizei gewähren lässt. Das soll ein Kompliment sein.
Nicht zuletzt gehört die junge Steirerin als Mitglied der einzigartig spontanen Gruppe Musicact einer weiteren Filiale dieses jungen Musikerpools um Leute wie Siegmar Brecher oder Stefan Heckel an. Dieser illustre Haufen aus Impro-Theaterschauspielern und Jazzmusikern scheint der stets evidenten Spielfreude von Laura Winkler besonders gelegen zu kommen.
(Otmar Klammer)
Originalartikel
Stimmungsvoller Jazz
Stimmungsvoll, konzentriert und facettenreich präsentiert sich das junge jazz-Quintett "aura:L sculptures" am 4.Juni in der Kapelle Reingers. Die steirische Sängerin Laura Winkler studiert an der Kunst-Uni Graz, komponiert und textet die Musik von "aura:L sculptures" selbst und hat eine tolle Band um sich geschart. (...) Laura Winkler bestach durch ihre schlanken, stets sauber intonierten Gesangslinien, die oft zweistimmig mit der Posaune geführt werden. (...) Was Sängerin Laura Winkler mit ihren Musikern da an feinen Klängen in der den außergewöhnlichen Konzertraum der Kapelle Reingers zauberte, ließ das Publikum zunächst atemlos lauschen und dann frenetischen Beifall spenden. (...)
(Martin Schuster)
Niederösterreischische Nachrichten NÖN | 07.07.2011
Originalartikel
Plus Zuckerguss
Zum Beispiel: Binder. Oder: Wie eine Konditorei einen Bandnamen bäckt.
Es ist eines dieser Cafés, in die man schon immer einmal unbedingt gehen wollte, es aber nie geschafft hat. Für die 22-jährige Sängerin und Komponistin Laura Winkler war es eines jener Cafés, in denen sie einmal unbedingt Bandfotos machen wollte. Voilà! Nun hat sie Fotos vom Binder und den Bandnamen "Zum Beispiel: Binder" noch dazu.
Und so trafen sich die Binder Kinder eben im Binder am Dietrichsteinplatz, mit Bart und einem Tortengelage mit Zuckerguss. "Es war wie ein Blind Date",erzählt Winkler. Aus dem Band-Begleittext_ "Nur ohne Speed. Und ohne Date. Aber mit." Das Quintett wären Spoken-Poetry-Heldin Stefanie Lehrner, Sängerin und Schauspielerin Anna Holzer, Percussionist und Elektro-Musiker Rafael Fritsch, Gitarrist Andreas Fürstner und eben Laura Winkler. Der Grund für den Zusammenschluss: die Jazzwerkstatt, die Experimentierbühne für jungen Jazz nächste Woche (5. bis 10. April, Orpheum Extra). Zum Beispiel: Binder ist ein waschechtes Jazzwerkstatt Projekt. Was man erwarten darf? Es wird geslammt, gespielt, performt, gesungen. Und was für alle sechs Tage und 18 Gruppen auch gilt: "Niemand weiß so ganz genau, was passieren wird."
(Julia Schafferhofer)
Kleine Zeitung G7 | Sonntag, 3.April 2011
Originalartikel
Waschechte Experimente
Die junge Sängerin Laura Winkler, das sonnigste Temperament in der hiesigen jazzszene, ist beim Jazzwerkstatt-festival in Graz zu hören.
OK: Nächste Woche gastieren Sie mit neuer Band in Graz. Was ist "Zum Beispiel: Binder?"
LW: Ein waschechtes Jazzwerkstatt-Projekt, das für das heurige Festival gegründet wurde. Ich habe fünf Musiker zusammengeführt, die sich vorher nicht kannten. Wir haben uns im Café Binder getroffen, daher der Name. Das Ganze ist auf Texten von Stefanie Lehrner aufgebaut, die Spoken Poetry macht. Teils werden diese gesprochen, teils habe ich sie vertont, teils wird das Textmaterial vom Elektroniker verwurstet, indem er Stefanie live sampelt, teiweise singe auch ich ihre Texte. Da geht's mehr in Richtung Performance.
OK: Wie steht es im Moment mit Ihrer Gruppe aura:L sculptures?
LW: Das ist halt meine Band, in die ich am meisten Arbeit investiere. Wir haben schon einiges in Österreich abgeklappert, ein paar Spiellätze fehlen uns noch. Man kann sagen, es ist meine Working Band, womit ich auch neue Dinge ausprobieren kann.
OK: Sie sind auch Veranstalter der Jazzwerkstatt Graz. Funktioniert die viel zitierte Vernetzung?
LW: Ja, vor allem mit den Schweizer Kollegen. Die Wiener arbeiten mittlerweile etwas anders und haben auch nicht mehr diese Festivalstruktur, eher Kooperationen. Die Vernetzung ist ja gerade das große Potential dieser Werkstätten und wir wollen sie noch viel stärker ausbauen.
OK: Was sind die Schwerpunkte der Jazzwerkstatt Graz?
LW: Seit Anfang an geht es um eigenständige Projekte mit eigener Musik und wie heuer auch um solche, die interdisziplinär sind. (...)
Interview in der Kleinen Zeitung am 01.04.2011 (Otmar Klammer)
Originalartikel (PDF)
Laura - Jazz in der Stimme!
Nein, die junge Sängerin aus der Steiermark hat an keiner Casting-Show teilgenommen. Das braucht Laura Winkler (22) auch gar nicht. Sie sticht mit ihrer glasklaren, wandelbaren Stimme hervor. Mit Musikerkollegen hat Laura vor einem Jahr ihre erste CD herausgebracht. Der ungewöhnliche Name der Band: "aura:L sculptures". Im Namen merkt man, dass viel Laura drinnen steckt. Laura hat nämlich auch gleich Musik und Texte selbst geschrieben. Beim Jazz spielt ein gutes Improvisationsgefühl eine große Rolle. Jazz muss man sich erhören. Lust darauf bekommen, dass einem bei einem Live-Konzert die Musiker mit Improvisationen überraschen? So wie Laura. Sie klein, aber wenn sie loslegt, überzeugt das Powerbündel sofort. (...)
(Matthäus Recheis)
JÖ | Heft 5 | Jänner 2011
Originalartikel Teil 1 + Teil 2
CD-Rezension
Schmetterlinge im Ohr, ohne Tornado-Potenzial
Die Chaostheorie sagt, dass der Schlag eines Schmetterlingsflügels einen Tornado auslösen kann, und die Bibel sagt, dass der Glaube Berge versetzt. Man darf sich von aura:L sculptures keinen Tornado erwarten, aber es ist erfreulich, dass abermals eine junge Band aus dem Umfeld der Jazzwerkstatt Graz zumindest an sich selbst glaubt. Und daran, dass es nicht gänzlich umsonst ist, in Österreich eine Jazz-CD zu produzieren. Noch dazu großteils mit deutschen Texten. aura:L, das steht vor allem für Laura Winkler, die Sängerin des Quintetts, die auch alle Songs des Debütalbums "umami" komponiert hat. Winklers Stimme wird von einer ungewohnt hohen Posaune (Adrian Kleinlosen), teils kommentier, meist unisono und - viel zu selten - witzig kontrapunktisch begleitet. Die Stücke beginnen oft baladesk, richtig gut werden sie jedoch erst, wenn die Rhythmusfraktion (Michael Ringer am Bass und Vaentin Schuster an den Drums) endlich ungehemmt losgrooven darf. Frisch, aber doch noch zu sehr den alten Werten des Jazz verpflichtet, als dass man auf ausgedehnte Soi verzichtet hätte. So geraten einige Nummern ein bisschen lange. Mit Ausnahme von "Schmetterlingsflügel", in dem Benny Omerzell wunderbar chaotisch und himmlisch in time am Piano improvisiert. (MG)
Falter Nr.8/10 24.2.2010
Originalartikel PDF
CD-Rezension
Graz hängt sich ganz gern einen Titel um, der alte, inoffizielle von der "Jazzhauptstadt" hat erheblich an Glanz eingebüßt. Seit einiger Zeit kommt wieder Bewegung in die Sache, weil die Jazzabteilung der Kunstuni kräftig öffentlich umrührt und im Umfeld der Grazer Jazzwerkstatt große Talente auftauchen. Die aus Krieglach stammende Sängerin Laura Winkler hat unter den etwas sperrigen Namen "aura:L sculptures" das Debüt "umami" (Session Work Records) vorgelegt. Sie ist nicht "nur" eine gefühl- und stilvolle Sängerin, sondern hat auch Musik und Texte verfasst. Eine kräftige, frische, ziemlich traditionelle Jazzplatte zum Mehrfachhören.
(Martin Gasser)
Kronen Zeitung, 11.12.2009
Originalartikel PDF
Ein Jazzkonzert mit Rätselwort
"Umami" heißt die neue CD von Laura Winkler, die sie im Kunsthaus Mürz vorstellte. "Vorgestern fertig komponiert, gestern in Graz uraufgeführt und heute die Mürzzuschlag-Premiere": So schnell kann es gehen, wenn die Krieglacherin ihrer musikalischen Ader freien Lauf lässt. Ihre neuesten Kompositionen und Arrangements präsentierte sie mit ihrer Band "aura:L sculptures" im Mürzer Clix.
"Beim Komponieren entsteht meistens zuerst die Musik, den Text lege ich dann immer mehr frei", schildert die junge Jazzsängerin ihre Arbeitsweise. Die Musiker Adrian Kleinlosen an der Posaune, Benny Omerzell am Klavier, Michael Ringer am Bass und Valentin Schuster am Schlagzeug bringen sich dann in die Proben sehr aktiv ein. Heraus kommt dabei feiner NuJazz mit deutschen und englischen Texten. Der Titel "Umami" passt sehr gut zu diesem beachtenswerten Konzert, es handelt sich dabei nämlich um eine herzhafte und sehr bekömmliche Geschmacksrichtung.
(Friedrich Rinnhofer)
Die Woche, 10.12.2009
Originalartikel JPG
Neue Jazzformation mit eigenen Kompositionen
CD-Präsentation von aura:L sculptures
Als "ihre absolute Traumbesetzung" bezeichnet die aus Krieglach stammende Jazzsängerin Laura Winkler ihre Musikerkollegen von "aura:L sculptures". Die junge Formation hat kürzlich ihre erste CD aufgenommen. Nach einer Präsentation in Graz erfolgte kürzlich die Vorstellung des neuen Tonträgers im "clix" im Kunsthaus Mürzzuschlag.
Die Musik sämtlicher Nummern wurde von Winkler selbst komponiert, auch die Texte stammen aus ihrer Feder. Für die Arrangements ist sie gemeinsam mit ihren Bandkollegen verantwortlich. Bei der Präsentation waren auch andere Kompositionen zu hören, unter anderem ein erst zwei Tage vorher komponiertes Stück, das in Mürzzuschlag uraufgeführt wurde und als Grundstein für eine zweite CD dienen könnte.
Laura Winkler gefiel mit einer wandelbaren und intelligent eingesetzten Stimme, der Posaunist Adrian Kleinlosen zeigte große Feinfühligkeit und Benny Omerzell (piano), Michael Ringer (bass) und Valentin Schuster (drums) ergänzten den stimmigen Gesamteindruck.
(Herbert Tomaschek)
Kleine Zeitung, 08.12.2009
Das Wortspiel zum Tonspiel
aura:L sculptures
Laura Winkler ist Sängerin und leitet in dieser Funktion die Formation Aura:L sculptures. Unter ihrer Frauschaft agieren Adrian Kleinlosen an der Posaune, Benny Omerzell am Piano, Michael Ringer am Bass und Valentin Schuster am Schlagzeug.
Alleine die nicht ganz übliche Besetzung macht schon neugierig. Begonnen hat die Zusammenarbeit im Sommer 2008, kennengelernt hat man sich an der Jazzabteilung der Universität Graz, an der Laura Winkler Jazzgesang studiert. Aus dem Bestreben heraus, eigene Musik zu schaffen, einen eigenen Stil zu entwickeln, kam es zur Zusammenarbeit der Musiker.
Das Material, so Laura Winkler, wird gemeinsam erarbeitet, einen "offenen Arbeitsprozess" nennt sie es, "bei dem die Meinung des Einzelnen zählt".
Für die Texte zeichnet Laura Winkler verantwortlich. Ihre poetischen Texte verfasst sie, für Jazz eher ungewöhnlich, nicht nur in Englisch sondern auch in Deutsch. Titel wie "Schädlweh", auf dieser Nummer wird sogar gerappt, sind doch eher ungewöhnlich!
Die Kompositionen findet sie als melancholisch, skandinavisch inspiriert, trotzdem vermeint sie, sie hätten eine gewisse Leichtigkeit.
"Es sind eingehende Melodien und lyrische, komplex arrangierte Themen, die viel Raum für Interaktion und Improvisation bieten, sagt Laura Winkler treffsicher dazu.
akro
Concerto 6|2009
Originalartikel JPG
Die Sonne aus der Jazzwerkstatt
Der Doppelpunkt macht's aus. Immerhin war Laura Winkler noch nicht einmal auf der Welt, als The Stranglers ihr Bestseller-Album "Aural Sculpture" in die Charts lancierten. Nun hat die Musik der 21-jährigen Sängerin nicht wirklich etwas gemeinsam mit den englischen Rock-Haudegen, doch konnte die junge Dame mit dem sonnigen Antlitz Gefallen an einem Titel finden, in dem sich ihr Name genauso verbirgt wie jene Skulpturen, von denen sie "auf der großen Spielwiese der Jazzwerkstatt Graz zu träumen begonnen hat".
Mit einem pointiert gesetzten Doppelpunkt gründete Winkler im Vorjahr also ihr Qunitett "aura:L sculptures", mit dem sie nun ihre brandneue CD "umami" eingespielt hat (...). Womit sich Winkler, die im nächsten Jahr ihr Studium für Jazzgesang an der Kunstuniversität Graz abschließen wird, vornehmlich dem Songformat zugetan zeigt. Von Popmusik beeinflusst und mit der Sophistication des Jazz erweitert, macht sie dabei dem japanischen Begriff reichlich Ehre: herzhaft!
(Otmar Klammer)
Kleine Zeitung, Sieben Tage, 02.12.2009
Originalartikel PDF
EGO-TIPP
aura:L sculptures
"Die Musiker um Laura Winkler präsentieren am Donnerstag im Orpheum ihre CD "umami". Ich bin von den groovigen Arrangements begeistert."
(Bernd Luef, Jazzmusiker)
Kleine Zeitung, Sieben Tage, 02.12.2009
Originalartikel PDF
Jazz ohne langen Bart
Am Krampustag brachte die Krieglacher Sängerin Laura Winkler ihre Band „aura:L Sculptures“ in die Cafe-Bar Mocca nach Kapfenberg. „Sie sind eher die Nikolaustypen“, charakterisierte Laura scherzhaft ihre vier Musikerkollegen. Doch die Musik hatte keineswegs einen langen Bart. Sie war weder alt noch traditionell.
Benny Omerzell am Klavier, Adrian Kleinlosen an der Posaune, Valentin Schuster am Schlagzeug und Michael Ringer am Bass kredenzten mit ihrer Bandleaderin einen jungen und spritzigen Sound. Das Publikum erlebte in erster Linie Eigenkompositionen und Arrangements von Laura Winkler, einen zeitgemäßen, jungen, lebendigen Jazz.
(Friedrich Rinnhofer)
Die Woche, Ausgabe Bruck an der Mur
Nr. 49, 11.12.2008
„(…) Dann kündigte Agnes Heginger stolz ein „großes Talent“ an und als Laura Winkler – begleitet von Wolfgang Mayer am Klavier – zu singen begann, waren sich alle einig, dass Heginger in keiner Weise übertrieben hat: Lupenreine Intonation, hervorragend improvisierte Scat-Soli und eine wunderbar weiche Stimme verzauberten und rissen mit. Die Bravo-Rufe für die junge Künstlerin sprachen für sich. (…)
(Neuburger Rundschau, August 2008)
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